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LACHS AN DER GAULA Hier werden Träume wahr! Mit freundlicher Unterstützung des Norwegian Flyfishers Club

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Lachs Der Traum vom Lachse sind große Fische, natürlich, und einen solchen Fisch zu fangen, ist der Traum vieler Fliegenfischer. Doch dies ist nur ein Aspekt des Lachsfischens. Es steckt mehr dahinter. Lassen Sie sich von Thomas Wölfle durch die einzigartige Aura des Lachsfischens führen ­ begleiten Sie ihn an die Strecken des Norwegian Flyfishers Club ... Tagelanges, manchmal wochenlanges Fischen, Warten und Bangen, doch irgendwann wird er wahr, der Traum vom Lachs!

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s war 1994, da veränderte sich für mich die Welt ­ ich fing an der Gaula, am Bridge Pool, meinen ersten Lachs. Ein blanker Fisch, gut 8 Kilo schwer. Da hat es mich erwischt, das Lachs-Fieber! Für mich stand fest: Einmal im Jahr muss ich auf Lachs fischen. Da mein Zeitfenster wird durch Beruf und Familie von Jahr zu Jahr enger wird, Ein perfekter Lachs! Die gerötete Stelle oberhalb der Afterflosse ist kein Makel, sonder ein Zeichen der Frische ­ die Blessur stammt von Meerläusen, die erst kürzlich abgefallen sind, der Lachs ist also erst vor wenigen Tagen aus dem Meer in den Fluss gezogen. wollte ich kein Risiko eingehen und entschied mich für die Strecken des Norwegian Flyfishers Club, die von Manfred Raguse verwaltet werden. Die Pools und Beats des NFC liegen so günstig, dass sie in nahezu jeder Situation befischbar sind. Egal, ob nun bei Hoch- oder Niedrigwasser, es bestehen gute Chancen, einen Lachs an die Fliege zu bekommen. Und das alles in einer sehr entspannten Atmosphäre. Das alles hat freilich seinen Preis. 4 www.FliegenFischen.de Der ist es mir aber wert, zumal ich mir den Pool nur mit einem weiteren Fliegenfischer teilen muss. Und bis jetzt hatte ich nur angenehme Fischer neben mir und um mich herum. Die NFC Beats umfassen Pools unter- und oberhalb des Gaulfossen. Das Herzstück liegt aber im mittleren Bereich rund um Stören. Hinzu kommen noch traumhaft schöne Pools und Beats an der oberen Gaula und der Bua, einem Zufluss der Gaula. Nicht zu vergessen der Bogen Sönd-

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re Beat, der extra gebucht werden kann. Er ist besonders interessant für Gruppen von 4 bis 6 Fliegenfischern, die unter sich bleiben möchten. Dieser Gedanke fischt hier immer mit Doch nicht nur das! Ich habe im Laufe der Jahre so viele nette, hilfsbereite und vor allem gute Lachsfischer an den Beats des NFC kennen gelernt, dass das allein schon Grund genug wäre, dort zu fischen. Fliegenfischer aus aller Herren Länder! Viele, die genau wie ich, schon seit Jahren an den NFC Strecken fischen. Alle getrieben von Erwartungen, Hoffnungen und der Aussicht auf einen Lachs ­ oder eben den einen dieser ganz großen Lachse, für die die Gaula bekannt und berühmt ist. Der Gedanke, dass der nächste Pull oder das Ziehen an der Leine der Lachs des Lebens sein könnte, ein Fisch jenseits der 13 Kilo Marke, fischt immer mit. Mit so einem Fisch kann und darf man rechnen ­ erwarten darf man ihn aber nicht. Die Gaula hat jedoch einen hervorragenden Aufstieg an Lachsen in der 7 bis 10 Kilo Kategorie! 6 www.FliegenFischen.de

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Dieses Bild sagt mehr also 1.000 Worte: Alleine fischen, gemeinsam genießen. Lachsfischen kann auch ganz einfach sein Letztes Jahr war ich in der dritten Juniwoche an der Gaula. Alastair und ich standen gerade im Beat E2, als auf der Kiesbank ein weiterer Fliegenfischer auftauchte. An seinem Gang erkannte ich sofort: Es war Chris Henshaw, der bestimmt schon seit über 30 Jahren an der Gaula fischt. Chris hob kurz die Hand, um uns zu begrüßen, und marschierte gleich zielstrebig zum Beat E1, an dem seit mehreren Stunden nicht gefischt worden ist. Beat E1 war für www.FliegenFischen.de 7 Auch das gehört zum Lachsfischen: Ein gemütlicher Abend mit Gleichgesinnten, bei dem ein guter Single Malt und Geschichten aus der Welt des Fliegenfischens die Runde machen... Fotos: Thomas Wölfle

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diesen Zeitraum "Free for all", war also nicht in der Rotation und durfte von allen NFC-Fischern befischt werden. Chris drillte den Lachs hart und kompromisslos. Weil ich ein paar Fotos machen wollte, übernahm Alastair die Landung des Lachses. Genau im richtigen Moment führte Chris den Lachs ins flache Wasser. Alastair packte beherzt zu und griff den Lachs sicher an der Schwanzwurzel! Chris konnte sich über einen blitzeblanken, feisten Lachs freuen. Wir schätzten ihn auf gute 7 Kilo. Noch während Chris den Haken löste und den Fisch in seine Freiheit entließ, begann er zu erzählen: "Sieben lange Tage habe ich ohne einen Biss gefischt, und dann dauerte es keine zwei Minuten, und ein Lachs war dran!" Und wenn es einmal läuft, dann läuft es! Chris hakte am gleichen Tag noch drei weitere Lachse, von denen er zwei landen konnte, unter anderem ein prächtiger Milchner mit gut 10 Kilo. abwechslungsreiche Fischerei. Die Auswahl an Pools ist so breit gefächert, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. An manchen Stellen braucht man Spey- oder Unterhandwürfe, in den meisten Fällen reichen allerdings Überkopfwürfe vollkommen aus. Doch manchmal muss man gar nicht werfen, um einen Lachs zu fangen. Wie im Juli letzten Jahres. Niedrigwasser. Doch einige schöne Lachse zeigten sich am oberen Pool des Bogen Söndre Beats, doch sie inteNFC-Strecken bieten ressierten sich nicht für die Fliege. beste Voraussetzungen Irgendwann kam ich auf die Idee ­ Die Strecken des NFC bieten die oder sagen wir mal so: Es fiel mir besten Vorraussetzungen für eine nichts Besseres ein ­ eine kleine 8 www.FliegenFischen.de

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Der große Traum meines Lebens Freilich, so etwas passiert selten. Es ist eine Ausnahme und eine nette Geschichte, die man erzählen kann. Es sind diese Erlebnisse, die mein Leben als Fliegenfischer geprägt haben. Ich spreche jetzt nicht nur von Lachsen, nein, sondern auch von kleinen Dingen, die besonders groß sein können: Von Menschen, die ich getroffen habe. Von den vielen lustigen Abenden im Maela Haus, das gleich am Home Pool liegt. Von den langen Nächte am Fluss oder dem Duft von frisch gemähten Gras um drei Uhr in der früh. Vielleicht blieb mir letzteres so in Erinnerung, weil ich auf dem Weg über das Feld einen 11 Kilo-Lachs über der Schulter trug... Den ganz großen Lachs habe ich bis heute noch nicht gefangen. Und wenn ich in mich gehe, dann spüre ich, dass das für mich auch nicht mehr ganz so wichtig ist. Mein großer Traum ist nicht der ganz Kapitale ­ mein großer Traum ist es, eines Tages mit meinem Sohn an einer Kiesbank zu sitzen, ihm alte Geschichten zu erzählen und mitzuerleben, wie er seinen ersten Lachs fängt. An den Strecken des NFC, an der Gaula. www.FliegenFischen.de 9 Farben auf der Flanke ­ je nach Wasserstand bevorzugt Thomas Wölfle diese Tubenfliegen in verschiedenen Farben und Größen. Die Gaula ist übrigens ein "grüner Fluss". weiße Francistube ans Vorfach zu binden. Ich zog den Schusskopf von der Rolle und ließ die Schnur samt Fliege in den Pool treiben. Zu einem ordentlichen Wurf kam ich allerdings nicht mehr ­ ein hübscher Lachs hatte die durch das Wasser trudelnde Francis genommen und glücklicherweise auch nicht mehr los gelassen. Sehr seltsam, doch auch so kann Lachsfischen sein...

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Die Wege zum Traum Ausrüstung: Die frühe Fischerei im Juni erfordert stärkere Ruten, Klasse 10 oder 11 in 15 oder 16 Fuß. Dazu Schussköpfe von S1/S2 bis S3/S4, schwerer habe ich bis jetzt noch nicht gefischt. Je mehr es Richtung Juli geht, das Wasser wird niedriger und wärmer, desto feiner und leichter kann man fischen. 9er Ruten mit 14 Fuß Länge sind jetzt ideal. Am besten hat man Schussköpfe von schwimmend, intermediate bis schnell sinkend dabei. In den letzten Jahren habe ich im Juli die meiste Zeit mit Schwimmschnur und schnell sinkendem Poly Leader gefischt, gelegentlich mit der Intermediate oder S1/S2Schussköpfen, besonders nach Regenfällen, wenn der Wasserstand höher war. Fliegen: Für die Frühjahrsfischerei bevorzuge ich große Tubenfliegen in den Farben Schwarz/Grün, Schwarz/Lime, Schwarz/Silber oder Schwarz/Orange. Tuben wie Green Highlander fangen kons10 www.FliegenFischen.de tant, also unbedingt einpacken! Später in der Saison wähle ich kleinere Tuben, hellere und unauffälligere Farben oder Fliegen auf Doppelhaken gebunden, je nach Wasserstand und Temperatur. Eine populäre Fliege in diesem Jahr war die schwedische Banana Tube Fly. Michael Werner und Bernd Kuleisa (rechts) an der Gaula. Da das Wasser heute hoch ist, wird mit Sinkvorfach und OrangeRot gefischt.

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Im Sommer, wenn man schnelleres Wasser befischt, greife ich gerne zu kleinen Bottle Tubes. Ach ja, und vergessen Sie auf keinen Fall einen Sunray Shadow. Diese Fliege hat mir schon manche Woche gerettet! Falls Sie keine Fliegen im Gepäck oder etwas vergessen haben, der NFC betreibt im Stören Hotel einen Fly Shop, in dem man alles Wichtige erhält. Anreise: Der Norwegian Flyfishers Club befindet sich nahe dem kleinen Ort Stören, etwa eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt vom Flughafen Trondheim Vaernes. Wer nach Trondheim fliegt, bucht sich am besten ein Mietauto über den NFC. Alternativ kann man auch mit dem eigenen Auto anreisen. Sehr schön ist auch die Überfahrt mit der Color-Line von Kiel nach Oslo. Saison: Die Saison an der Gaula beginnt am 1. Juni um 0 Uhr und endet am 31. August um 24 Uhr. An der NFC-Stecke wird in Rotation gefischt. Die Fischerei beginnt am Sonntag um 20 Uhr und endet den Sonntag darauf um 12 Uhr. Guiding: Bevor die Fischerei beginnt, gibt es ein Briefing zur aktuellen Fischerei im Stören Hotel, bei dem Manfred Raguse die wichtigsten Grundlagen der Fischerei erläutert und erklärt. Außerdem kann man sich über den NFC für ein oder mehrere Tage einen erfahrenen Guide buchen. Lizenzen: Für die Gaula benötigt man die Norwegische Fischereilizenz sowie eine Bestätigung, dass Wathose, Schuhe etc. desinfiziert worden sind. Um beides kümmert sich ebenfalls der NFC. Unterkunft: Es gibt verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, von der einfachen Unterkunft in Landhäusern mit Selbstverpflegung bis hin zum Hotel in Stören mit Vollpension. Weitere Infos: NFC c/o Manfred Raguse Robert Blum Str. 5 B 22453 Hamburg Tel.: 040/589 23 02 Homepage E-Mail Buchungsanfragen www.FliegenFischen.de 11

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Irgendwann, von einer Sekunde zur nächsten, zieht es an der Leine und Ihr Traum vom Lachs wird wahr.

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Buch-Tipps für LACHSFISCHER Mit 20 Fliegenmustern um die Welt von Thomas Wölfle ast jedem Fliegenfischer ist Thomas Wölfle, Autor dieses Artikels über die Lachse der Gaula, ein Begriff. In seinem Buch "Mit 20 Fliegenmustern um die Welt" macht er mit Ihnen einen Ausflug zu den schönsten Angelrevieren unseres Globus ­ auch an die Gaula! Und natürlich stellt er Ihnen auch seine besten Fliegen für die Gaula vor. Insgesamt 20 detailgenaue Bindeanleitungen der erfolgreichsten Fliegen von Thomas Wölfle finden Sie in diesem meisterlichen Buch. 252 Seiten, gebundene, aufwändige Ausführung, ISBN: 978-3-9812206-4-3, Preis: 59 Euro Einfach auf Lachs von Bernd Kuleisa uch im 2. Band der Handbücher für Fliegenfischer begeistert Bernd Kuleisa eindrucksvoll seine Leserschaft. "Einfach auf Lachs" eröffnet für erfahrene Fliegenfischer sowie Neulinge der Zunft neue Wege, um mit leicht zu lernenden Techniken und Taktiken dem "König der Fische" erfolgreich nachzustellen. Das Buch ist unterhaltsam, höchst informativ und spannend zugleich! 120 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-9812206-0-5, Preis: 19,80 Euro www.FliegenFischen.de

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Am Fluss von Georg Rosen m Oktober 2006 erschien das Buch "Am Fluss" von Georg Rosen. Gewandt und mit feinem Humor erzählt er in 29 Kapiteln Geschichten, die sich rund um das Lachsangeln drehen. Neben Themen wie "Die Philosophie des Lachsfischens", "Frauen ohne Männer" oder "Der Schwarzangler" wird auch die Frage beantwortet, "Warum man beim Angeln nicht betrunken sein sollte" ­ die meisten der Geschichten sind übrigens autobiographischer Natur... Sehr unterhaltsam! 160 Seiten, kartoniert, Hochglanz, ISBN: 3-00-019871-7, Preis: 19,80 Euro Lachse und Meerforellen in Norwegen von Georg Rosen ie in diesem Buch beschriebenen Flüsse werden detailliert erklärt, alle wichtigen Infos sind zu finden. Eine Vielzahl von herrlichen Farbfotos gibt zudem einen wirklichen Ausblick auf das gewählte Angelziel. Neben reinen Fakten, geht dieses Buch auch auf geschichtliche Hintergründe ein, beleuchtet aktuelle Fangzahlen und erzählt so manche Geschichte. "Lachse und Meerforellen in Norwegen" macht Spaß und ist sehr informativ. Aktuelle 2. Auflage, überarbeitet: 152 Seiten, 103 Farbfotos und Übersichtskarte im Umschlag, ISBN: 3-00-013505-7, Preis: 24,80 Euro